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Ortsteil Saalborn
  Saalborn
erste urkundliche
Erwähnung
1136
Einwohnerzahl
(Stand: 08/2009)
212
Ortsteilbürgermeisterin Gabriele Dollase
Internet www.saalborn-thueringen.de
Blick über SaalbornDas ca. 3,5 km nördlich von Blankenhain gelegene Saalborn wurde 1136 erstmals in einer Urkunde Lothars des III. für Kloster Kaltenborn als Sarbunen (bedeutet "Quelle im Riedgras") erwähnt.
Ab 1280 erscheint der Ortsname Saarborn. Der Ort gehörte im 12. Jahrhundert zur Grundherrschaft des Grafen Wichmann und zu der des von ihm gegründeten Klosters Kaltenborn bei Sangerhausen. Schließlich gehörte das Dorf zur Herrschaft Berka, jedoch war die Landeshoheit über das Rittergut und die dazugehörigen Häuser zwischen den Ämtern Berka und Blankenhain umstritten. Zum Rittergut gehörten seit 1805 eine Brauerei (im Ort befand sich bereits im 19. Jahrhundert eine Gastwirtschaft) und auch eine Mühle war seit 1808 vorhanden.
Auf dem Kirchenboden der aus dem späten 12. Jahrhundert stammenden Kirche fand man Ende des vorigen Jahrhunderts ein wertvolles romanisches Vortragekreuz aus Kupfer. Im Jahre 1422 würde erstmals eine Pfarrei erwähnt, im Jahre 1605 eine Schule.
Der Ort wurde im Dreißigjährigen Krieg fast völlig zerstört. Es konnten nur noch 17 % der Fluren bestellt werden. Im Jahre 1791 vernichtete ein großer Brand Teile des Ortes.

Die Einwohner lebten bis ins 19. Jahrhundert fast ausschließlich von der Landwirtschaft. Doch auch das Handwerk war schon im 18. Jahrhundert im Verhältnis zur Größe des Ortes recht stark vertreten. Es wurden die Weberei und die Korbflechterei betrieben und es waren Bauhandwerker ansässig. 1750 wurde eine Ziegelei erwähnt. Die Zahl der Handwerksbetriebe verringerte sich im 20. Jahrhundert stark. Wurden 1880 noch 11 Handwerker verzeichnet waren es 1930 nur noch 2.
Kirche
Seit dem Chausseebau von 1833 bis 1838 führt die Hauptstraße von Berka nach Blankenhain, die früher durch den Ort Saalborn führte, daran vorbei. An dieser Chaussee errichtete Friedrich Söllner ein Haus und eröffnete eine Gaststätte die zunächst "Zur Polka" und später "Zum guten Kameraden" hieß. Diese Ansiedlung wurde dann Neusaalborn genannt.
Schon 1810 wurde in dem nach Müllershausen führenden Tal eine dem Rittergutsbesitzer gehörende Gaststätte gebaut. An dieser Stelle befanden sich vermutlich schon früher die Bierkeller der Brauerei.
Von 1887 bis 1967 war Saalborn eine Haltestelle der Bahnstrecke Weimar - Berka - Blankenhain, deren Teilstück Berka - Blankenhain später stillgelegt wurde.

Im ehemaligen Rittergut sind heute eine Werkstatt und ein Wohnheim des Lebenshilfe - Werk e. V. untergebracht.

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