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Das Schloss Blankenhain |
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Das Blankenhainer Schloss geht zurück auf eine
fränkische Rundburg aus dem 7. Jahrhundert. Auf
dem erhöhten Plateau inmitten der 750 Jahre alten
Stadt besteht also seit mehr als 1300 Jahren eine
befestigte Ansiedlung. Die heutige Form des Schlosses
basiert auf dem Wiederaufbau nach einem Brand
Ende des 17. Jahrhunderts. Das Schloss war nie
Residenz und deshalb fehlt architektonischer Prunk. Aber der Zweckbau, ein geschlossenes unregelmäßiges
Oval, hat nicht nur architektonischen Seltenheitswert,
sondern bietet auch ideale Voraussetzungen als
gesellschaftliches und kulturelles Zentrum der
Stadt: |
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Der
äußere Schlosshof, ca. 1/2 Hektar groß, ist durch
Umfassungsmauer und das sog. Zentralgebäude vom
Getriebe der Stadt abgesondert: ein Ort der Erholung
und Kommunikation. Hier könn(t)en alle Bürger-Feste
gefeiert werden.
Der innere Schlosshof, eine Oase der Ruhe,
eignet sich ideal für Veranstaltungen mit individuellem
Charakter.
Das Schlossgebäude selbst kann durch verschiedene
Zugänge vom Innenhof in mehrere Nutzungseinheiten
aufgeteilt werden, was die künftige Verwendung
erleichtert. |
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"Junges
Glück in alten Mauern" -
Trauungen
im
Schloss Blankenhain

Neben dem Trauzimmer im
Rathaus haben Brautpaare seit Mai 2008 nun
auch die Möglichkeit, sich in dem vom
Schlossverein liebevoll zu einem
ansprechenden Trauraum ausgestalteten
Schlosssaal das Ja-Wort zu geben
und viele Brautpaare haben seitdem schon den
Weg für ihre "Traumhochzeit"
in die altehrwürdigen Mauern des Schlosses
gefunden.
Also - "Trauen" Sie sich - in unserem Schloss Blankenhain!
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Schlossherren |
Die
Blankenhainer
(bis 1416) |
Wer in der
fränkischen Besiedelungszeit vom 6. bis 8.
Jahrhundert die Burg Blankenhain erbaut hat
und wann aus der fränkischen Rundburg ein
Schloss wurde, ist unbekannt. Nach einer Urkunde
von 1256 gehörten Ort und Burg dem Ludwig
von Blankenhain. Das war aber wohl 500 Jahre
nach der Erbauung der Burg. Die Blankenhainer
waren dem Stande nach Ritter und vermutlich
Lehnsherren der Grafen von Orlamünde. Das
Geschlecht starb 1416 mit Heinrich von Blankenhain
und Tannroda aus. |
| Die Grafen
von Gleichen (1416 - 1631) |
Erbe der Blankenhainer
Ritter wurden die Grafen von Gleichen. Unter
Graf Karl gab es um 1480 einen wohl größeren
Umbau des Schlosses, als dessen Schmuckstück
der Erker über dem Eingang erhalten blieb.
Die Herrschaft endete mit dem Tod von Ludwig,
Graf zu Gleichen, Spiegelberg und Pyrmont
und Herr zu Tonna, Blankenhain, Kranichfeld
und Ehrenstein im Jahr 1631. |
Die Grafen
von Hatzfeld
(1631 - 1794) |
Die neuen Erben bauten
das Schloss nach mehreren Bränden 1690 wieder
auf. In dieser Gestalt hat es 300 Jahre bis
heute überdauert. |
Kurmainz
(1794 -1802) |
Nach dem Tode von Karl
Friedrich, Graf von Hatzfeld (1793) kam Blankenhain
als heimgefallenes Lehen 1794 direkt an das
geistliche Kurfürstentum Mainz. |
Die Preußen
(1802 - 1815) |
Im Jahre 1802 nahmen die
Preußen kurzerhand Besitz von Blankenhain.
Die 13 Jahre ihrer Herrschaft wurden unterbrochen
von einer französischen Administration von
1811 bis 1813. |
Die Sachsen-Weimar-Eisenacher
(1815 - 1918) |
Aufgrund der Staatsverträge
von Paris und Wien ging die Herrschaft Blankenhain
und Niederkranichfeld an den Großherzog von
Weimar über. Zwischen 1861 und 1880 wurde
das „Zentralgebäude" errichtet, das in seinem
Bereich die Schlossmauer ersetzt. |
Land Thüringen
(1920 -1952) |
Mit der Aufhebung des Landes
Thüringen kommt Schloss Blankenhain in
den Besitz der DDR. Das Schloss wird fortan
genutzt als Sitz der Stadt- und Zentralbibliothek,
des Städtischen Archivs und eines Heimatmuseums.
Es dient ferner kulturellen Zwecken (Schloss-Saal),
sportlichen Aktivitäten, beherbergt ein
Kino und den Jugendclub Schlosskeller. |
| Stadt Blankenhain |
Bis 1994 noch in
Nutzung, war es aufgrund der danach
folgenden jahrelangen Vernachlässigung dem
Verfall preisgegeben. Seit der Gründung des
Schlossvereins im Mai 2000 bemüht sich
dieser darum, alle Chancen zur
Wiederherstellung des Schlosses
wahrzunehmen. Mit Hilfe öffentlicher Mittel,
insbesondere der Städtebauförderung, der
Bundesagentur für Arbeit, der Deutschen
Stiftung Denkmalschutz sowie Spendenmitteln
ist es bisher gelungen, Teile des Schlosses
zu restaurieren. Mit der Einladung zum
Neujahrsempfang 2006 durch den damaligen
Beauftragten der Stadt Blankenhain auf die
Baustelle des Schlosses wurde ein Tor zu
einer neuen Zeit aufgestoßen, ein Tor zu der
"guten Stube der Stadt" - oder besser
gesagt: zu der hoffentlich künftigen "guten
Stube der Stadt Blankenhain". |
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