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Ursprünglicher
Name: St. Annenkirche, durch schlechte Sprechweise
zur "Nonnenkirche" geworden. Ca. 1503
als Kapelle erbaut, war sie das Gotteshaus der alten
Vorstadt, verfiel aber nach dem 30jährigen
Krieg. Zum Ende des 16. Jahrhunderts wurde hier
ein Friedhof angelegt, den man aber nach einigen
Jahren wieder auflöste, da das Gelände
zu feucht war und die ausgehobenen Gräber voll
Wasser liefen. Die Kirche wurde 1730 wieder aufgebaut
und bestimmt, dass künftig in jedem Jahr zu
Johanni (Ende Juni) Kirchweih (Nonnenkirmse) gehalten
werden soll.
Nonnenkirmse: Bis 1959 mit Umzug, Preiskegeln, Tanz
und Kindervergnügungen (Karussell, Luftschaukel
u.a.) gefeiert, ist dann als "überholte
Tradition" nicht mehr erwünscht gewesen.
Seit den letzten Jahren aber wieder neu aufgelebt.
Zur Kirmse gehörte früher das Reinigen
und "Salzen" des Hütersbrunnen, der
am Ende der "Bornsgasse" lag. Mit dem
Salzeinstreuen sollte das Wasser im trinkfähigen
Zustand gehalten werden. Mit dem Bau der Wasserleitung
Ende des vorigen Jahrhunderts unterblieb dieser
Brauch. Er wurde 1892 letztmals ausgeübt.
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