1252-1700
1701-1799
1801-1899
1900-2001
Bahn
Brauerei
Wappen
Geschichte

Kurze Entwicklungsgeschichte der Stadt Blankenhain

 

Als Datum der ersturkundlichen Erwähnung Blankenhains gilt der 7. Juli 1252. In der Urkunde über ein Vermächtnis der Helwigis, Witwe des Grafen Dietrich von Berka an das Nonnenkloster in Oberweimar wird unter den Zeugen der Gottfried von Blankenhain genannt. "Geschehen im Jahre des wohlgefälligen Herren 1252, am Tag vor dem Fest des heiligen Kilian in Berka" (7. Juli). Die Stadt Blankenhain begeht also im Jahre 2002 das Jubiläum "750 Jahre Blankenhain".


Von 1416 an ist der Ort im Besitz der Grafen von Gleichen. 1424 wird Blankenhain zur Stadt erhoben.

                                                                                                                                              

Im Jahre 1279 wird bereits eine Burg erwähnt, die 1500 einen Umbau erfährt. Nach einem Brand von 1607 erfolgt 1680 bis 1690 ein Neubau der Anlage.

 

Der Name Blankenhain bedeutet "Bei dem Blanken Hain" (sauber gerodete Waldstätte). Blankenhain liegt in einem Talkessel der Ilm-Saale-Platte (innerhalb des als Großlandschaft zu bezeichnenden "Thüringer Beckens mit seinen Randplatten"), welcher von der Schwarza in Ost- Westrichtung durchflossen wird und entwickelte sich an den südlichen Hängen der die Stadt umgebenden flachen Buntsandsteinhügeln.

 

Schon von jeher war Blankenhain ein gern besuchter Ferienort. Mit vielen Vorzügen hat die Natur unser Städtchen und seine Umgebung ausgestattet. So bauen sich ringsherum herrliche Wälder auf, die bis an die Stadt heranreichen. Ein Baumbestand von 2.143 Bäumen in der Stadtgemarkung Blankenhain, davon allein 258 Linden, brachte der Stadt Blankenhain den Beinamen "Lindenstadt" ein.

 

Wegen der gesunden Mittelgebirgslage (350 bis 500 m ü. d. M.) hat Blankenhain sehr günstige klimatische Verhältnisse, da es zwischen schützenden Höhenzügen eingebettet ist. Die Luft ist besonders erfrischend und kräftigend durch die umliegenden Wälder, welche bis an die Stadt heranreichen. Die Umgebung ist reich an nahegelegenen und bequem zu erreichenden Ausflugszielen.

 

Die Stadt ist im Westen und Nordwesten von Wald umgeben, während sich im Nordosten, Osten und Süden vorwiegend Ackerfläche befindet. Das Stadtterritorium umfasst eine Katasterfläche von ca. 3,25 km² und liegt auf einer Höhe zwischen 350 bis 380 m über NN.

 

Unser kleines Städtchen Blankenhain mit seinen rund 3.500 Einwohnern liegt etwa 18 km südlich von der Goethe- und Schiller-Stadt Weimar an der Bundesstraße 85. Sie führt aus Richtung Weimar nach Rudolstadt und Saalfeld und weiter in Richtung Bayern, mit den Zubringern für die großen Städte Bamberg, Bayreuth, München, und endet in Passau.

 

Blankenhains günstige Verkehrslage an der Kupferstraße, die vom Mansfelder Bergbaurevier durch Thüringen führte, war für das Wachstum der Stadt von Vorteil.  Die heutige  B 85 wird in Blankenhain gekreuzt durch die Landesstraße I. Ordnung aus Richtung Ilmenau, Tannroda in Richtung Magdala und Autobahnanschluss A 4.

                                                                                                                                     

Im 18. Jahrhundert erlangte das Handwerk auch überörtliche Bedeutung. Es wurde Leinen- und später Baumwollweberei sowie das Töpferhandwerk betrieben. Industrieansiedlung fand seit Ende des 18. Jahrhunderts statt. Im Jahre 1790 wurde die Porzellanfabrik von Christian Andreas Speck gegründet, die heute noch das "Weiße Gold aus Blankenhain" produziert.

 

1835 begann die Entwicklung der heutigen Helios-Klinik. Diese dient zur ambulanten und stationären medizinischen Betreuung der Stadt und des Kreisgebietes Weimarer Land.

 

Weiterhin existiert eine Reihe mittlerer und kleinerer Handwerks- und Produktionsbetriebe. Die beiden Gewerbegebiete "Rottdorfer Straße" in Blankenhain und "Am Amselberg" in Niedersynderstedt runden das Profil der Wirtschaftsstruktur Blankenhains ab.

 

In der Grund- und Regelschule sowie dem Förderzentrum "Hans Bürger" werden Schüler aus Blankenhain und Umgebung unterrichtet. Weiterhin stehen für die Stadt Blankenhain und die Ortsteile drei Kindereinrichtungen zur Betreuung der Kleinkinder zur Verfügung.

 

Seit den 20-er Jahren, bis 1945, war Blankenhain anerkannter Luftkurort.  Nach 1945 entwickelte sich Blankenhain zu einem Urlaubsort. Seit den 50-er Jahren verbrachten  und verbringen Tausende von Erholungssuchenden ihre Ferien in Blankenhain.

 

Ob zu Fuß oder per Rad kann die reizvolle Umgebung mit ihren nahegelegenen Ausflugszielen, die über gut ausgeschilderte Wanderwege bequem zu erreichen sind, erkundet werden.

 

Aber auch unberührte Natur mit einer vielfältigen und artenreichen Tier- und Pflanzenwelt sowie zahlreiche Quellen lassen sich bei Ausflügen in das Landschaftsschutzgebiet "Mittleres Ilmtal" finden. Hier kann man den Alltag vergessen, die Natur noch hautnah genießen. Erholungssuchenden steht das moderne am Waldrand gelegene Freizeitbad zur Verfügung.

 

Die Lage Blankenhains an der Bier- und Burgenstraße und der Thüringer Porzellanstraße lädt zu einer Entdeckungsreise zu Sehenswertem, Geschichtsträchtigem und altbekanntem Thüringer Handwerk ein.

 

Außerdem ist Blankenhain idealer Ausgangspunkt für Reisen zu den kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten in Thüringen. In nur 30-minütiger Autofahrt erreichen Sie die europäische Kulturstadt 1999 Weimar, die Landeshauptstadt Erfurt, die Universitätsstadt Jena, Rudolstadt und die nicht weit entfernte Saalelandschaft.

 

Am 1. Oktober 1993 wurden die Gemeinden Altdörnfeld/Neudörnfeld, Hochdorf, Keßlar/Lotschen/ Meckfeld, Krakendorf/Rettwiz, Lengefeld, Großlohma/Kleinlohma, Loßnitz/Söllnitz/Obersynderstedt, Niedersynderstedt, Rottdorf, Schwarza, Thangelstedt und Tromlitz in die Stadt Blankenhain eingemeindet.

 

Etwas später - am 9. April 1994 - kamen noch die Gemeinde Saalborn, am 2. September 1995 die Gemeinden Drößnitz und Wittersroda sowie am 1. Januar 1997 aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt die Gemeinde Neckeroda dazu.

 

Die Stadt Blankenhain besteht damit aus der Kernstadt Blankenhain und 23 Ortsteilen im Kreis Weimarer Land. Das Territorium der Stadt Blankenhain mit den 23 Ortsteilen umfasst eine Gesamtfläche von ca. 180 km² mit einer Einwohnerzahl von ca. 6.620 Einwohnern.

 
Zeitraum 1251 - 1701
1252 erste urkundliche Erwähnung Blankenhains
1279 erste urkundliche Erwähnung des Schlosses
1321 Änderung des Stadtwappens
1416 Beginn der Herrschaft von Gleichen
1464 Ein Ratsmeister und zwei Bürgermeister werden genannt
1639 Übernahme der Herrschaft durch die Grafen von Hatzfeld
1442-1742 Sechs Großbrände, bei denen ganze Stadtteile in Schutt und Asche gelegt wurden. 1667 war auch das Schloss erheblich betroffen
1701 - 1799