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Kurze Entwicklungsgeschichte der Stadt
Blankenhain
Als Datum der ersturkundlichen Erwähnung
Blankenhains gilt der 7. Juli 1252. In der
Urkunde über ein Vermächtnis der Helwigis,
Witwe des Grafen Dietrich von Berka an das
Nonnenkloster in Oberweimar wird unter den
Zeugen der Gottfried von Blankenhain
genannt. "Geschehen im Jahre des
wohlgefälligen Herren 1252, am Tag vor dem
Fest des heiligen Kilian in Berka" (7.
Juli). Die Stadt Blankenhain begeht also im
Jahre 2002 das Jubiläum "750 Jahre
Blankenhain".
Von 1416 an ist der Ort im Besitz der Grafen
von Gleichen. 1424 wird Blankenhain zur
Stadt erhoben.
Im Jahre 1279 wird bereits eine Burg
erwähnt, die 1500 einen Umbau erfährt. Nach
einem Brand von 1607 erfolgt 1680 bis 1690
ein Neubau der Anlage.
Der Name Blankenhain bedeutet "Bei dem
Blanken Hain" (sauber gerodete Waldstätte).
Blankenhain liegt in einem Talkessel der
Ilm-Saale-Platte (innerhalb des als
Großlandschaft zu bezeichnenden "Thüringer
Beckens mit seinen Randplatten"), welcher
von der Schwarza in Ost- Westrichtung
durchflossen wird und entwickelte sich an
den südlichen Hängen der die Stadt
umgebenden flachen Buntsandsteinhügeln.
Schon von jeher war Blankenhain ein gern
besuchter Ferienort. Mit vielen Vorzügen hat
die Natur unser Städtchen und seine Umgebung
ausgestattet. So bauen sich ringsherum
herrliche Wälder auf, die bis an die Stadt
heranreichen. Ein Baumbestand von 2.143
Bäumen in der Stadtgemarkung Blankenhain,
davon allein 258 Linden, brachte der Stadt
Blankenhain den Beinamen "Lindenstadt" ein.
Wegen der gesunden Mittelgebirgslage (350
bis 500 m ü. d. M.) hat Blankenhain sehr
günstige klimatische Verhältnisse, da es
zwischen schützenden Höhenzügen eingebettet
ist. Die Luft ist besonders erfrischend und
kräftigend durch die umliegenden Wälder,
welche bis an die Stadt heranreichen. Die
Umgebung ist reich an nahegelegenen und
bequem zu erreichenden Ausflugszielen.
Die Stadt ist im Westen und Nordwesten von
Wald umgeben, während sich im Nordosten,
Osten und Süden vorwiegend Ackerfläche
befindet. Das Stadtterritorium umfasst eine
Katasterfläche von ca. 3,25 km² und liegt
auf einer Höhe zwischen 350 bis 380 m über
NN.
Unser kleines Städtchen Blankenhain mit
seinen rund 3.500 Einwohnern liegt etwa 18
km südlich von der Goethe- und
Schiller-Stadt Weimar an der Bundesstraße
85. Sie führt aus Richtung Weimar nach
Rudolstadt und Saalfeld und weiter in
Richtung Bayern, mit den Zubringern für die
großen Städte Bamberg, Bayreuth, München,
und endet in Passau.
Blankenhains günstige Verkehrslage an der
Kupferstraße, die vom Mansfelder
Bergbaurevier durch Thüringen führte, war
für das Wachstum der Stadt von Vorteil. Die
heutige B 85 wird in Blankenhain gekreuzt
durch die Landesstraße I. Ordnung aus
Richtung Ilmenau, Tannroda in Richtung
Magdala und Autobahnanschluss A 4.
Im 18. Jahrhundert erlangte das Handwerk
auch überörtliche Bedeutung. Es wurde
Leinen- und später Baumwollweberei sowie das
Töpferhandwerk betrieben.
Industrieansiedlung fand seit Ende des 18.
Jahrhunderts statt. Im Jahre 1790 wurde die
Porzellanfabrik von Christian Andreas Speck
gegründet, die heute noch das "Weiße Gold
aus Blankenhain" produziert.
1835 begann die Entwicklung der heutigen
Helios-Klinik. Diese dient zur ambulanten
und stationären medizinischen Betreuung der
Stadt und des Kreisgebietes Weimarer Land.
Weiterhin existiert eine Reihe mittlerer und
kleinerer Handwerks- und
Produktionsbetriebe. Die beiden
Gewerbegebiete "Rottdorfer Straße" in
Blankenhain und "Am Amselberg" in
Niedersynderstedt runden das Profil der
Wirtschaftsstruktur Blankenhains ab.
In der Grund- und Regelschule sowie dem
Förderzentrum "Hans Bürger" werden Schüler
aus Blankenhain und Umgebung unterrichtet.
Weiterhin stehen für die Stadt Blankenhain
und die Ortsteile drei Kindereinrichtungen
zur Betreuung der Kleinkinder zur Verfügung.
Seit den 20-er Jahren, bis 1945, war
Blankenhain anerkannter Luftkurort. Nach
1945 entwickelte sich Blankenhain zu einem
Urlaubsort. Seit den 50-er Jahren
verbrachten und verbringen Tausende von
Erholungssuchenden ihre Ferien in
Blankenhain.
Ob zu Fuß oder per Rad kann die reizvolle
Umgebung mit ihren nahegelegenen
Ausflugszielen, die über gut ausgeschilderte
Wanderwege bequem zu erreichen sind,
erkundet werden.
Aber auch unberührte Natur mit einer
vielfältigen und artenreichen Tier- und
Pflanzenwelt sowie zahlreiche Quellen lassen
sich bei Ausflügen in das
Landschaftsschutzgebiet "Mittleres Ilmtal"
finden. Hier kann man den Alltag vergessen,
die Natur noch hautnah genießen.
Erholungssuchenden steht das moderne am
Waldrand gelegene Freizeitbad zur Verfügung.
Die Lage Blankenhains an der Bier- und
Burgenstraße und der Thüringer
Porzellanstraße lädt zu einer
Entdeckungsreise zu Sehenswertem,
Geschichtsträchtigem und altbekanntem
Thüringer Handwerk ein.
Außerdem ist Blankenhain idealer
Ausgangspunkt für Reisen zu den kulturellen
und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten in
Thüringen. In nur 30-minütiger Autofahrt
erreichen Sie die europäische Kulturstadt
1999 Weimar, die Landeshauptstadt Erfurt,
die Universitätsstadt Jena, Rudolstadt und
die nicht weit entfernte Saalelandschaft.
Am 1. Oktober 1993 wurden die Gemeinden
Altdörnfeld/Neudörnfeld, Hochdorf, Keßlar/Lotschen/
Meckfeld, Krakendorf/Rettwiz, Lengefeld,
Großlohma/Kleinlohma, Loßnitz/Söllnitz/Obersynderstedt,
Niedersynderstedt, Rottdorf, Schwarza,
Thangelstedt und Tromlitz in die Stadt
Blankenhain eingemeindet.
Etwas später - am 9. April 1994 - kamen noch
die Gemeinde Saalborn, am 2. September 1995
die Gemeinden Drößnitz und Wittersroda sowie
am 1. Januar 1997 aus dem Landkreis
Saalfeld-Rudolstadt die Gemeinde Neckeroda
dazu.
Die Stadt Blankenhain besteht damit aus der
Kernstadt Blankenhain und 23 Ortsteilen im
Kreis Weimarer Land. Das Territorium der
Stadt Blankenhain mit den 23 Ortsteilen
umfasst eine Gesamtfläche von ca. 180 km²
mit einer Einwohnerzahl von ca. 6.620
Einwohnern.
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